Taufe

 

  • Rot und Grün, die Farben der Liebe und des Lebens, dominieren und bilden einen intensiven Farbkontrast.

  • Symbol der Taufe im oberen Bildfeld: Die Hand eines Priesters gießt Wasser aus einer Schale.

  • Drei Heilige im unteren Bildfeld: Johannes der Täufer, Agnes, Ludger


Die Taufe Jesu durch Johannes gilt als Urbild der Taufe. Bräunliche Glasstücke deuten das Gewand aus Kamelhaaren an, das Johannes den Evangelisten Markus und Matthäus zufolge trug (Mk 1,6; Matth 3,4). Sein Stab, schon in der Antike das Zeichen des Herolds, macht Johannes zum Boten Gottes, der das Kommen des Gottesreiches predigte. Das Lamm zu seinen Füßen steht für die Worte, die Johannes beim Anblick Jesu ausrief: „Seht, das Lamm Gottes!“


Mit der Taufe wird ein Mensch in die Glaubensgemeinschaft der Christen aufgenommen, vertreten durch die heilige Agnes von Rom. Der Palmzweig in ihrer rechten Hand ist das Zeichen der Märtyrer. Die Öllampe in ihrer Linken gilt als Zeichen der Jungfrauen, die für Christus lebenslange Ehelosigkeit gelobten. Agnes ist eine der Heiligen, die in der Allerheiligen-Litanei bei Taufen und bei der Weihe des Taufwassers in der Osternacht um Fürsprache angerufen werden.


Der Missionar L(i)udger höchstpersönlich soll an der Horne jene Kapelle gegründet haben, die zur Keimzelle der Stadt Werne wurde. Belegt ist die Legende allerdings nicht. Zu Ludgers Füßen kauert eine Gans. So soll ein Bauer bei Billerbeck sich bei dem Missionar beklagt haben, dass Gänse seine Felder verwüsten würden. Ludger segnete die Tiere und befahl ihnen, von den Feldern abzulassen. Mit Erfolg.

 

Text: Dr. Anke Barbara Schwarze